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Eine neue Form juristischer Taschenbücher
Die „Kleinen Schriften zum Recht“ (petite collection juridique) sind eine für die Schweiz neue Form juristischer Taschenbücher. Diese wollen - klein im Umfang, gross in ihrem Anspruch - nicht mehr, aber auch nicht weniger als zu einem besseren Grundverständnis des Rechts und seiner einzelnen Disziplinen beitragen.
Der Themenfächer der Schriftenreihe ist breit. Er soll sämtliche Disziplinen der Rechtswissenschaft und auch angrenzende Gebiete (Ökonomie, Politologie, Soziologie, Psychologie und Philosophie) erfassen. Dabei hat Geschichtliches ebenso Platz wie Aktuelles, Konzeptuelles ebenso wie Philosophisches, Deskriptives ebenso wie Kritisches. Nie aber soll eine „Kleine Schrift“ rechtliche Detailfragen zum Gegenstand haben.
Herausgeber: Markus Müller / Pierre Tschannen (Professoren an der Universität Bern)
Verlag: Stämpfli AG Bern
Bereits erschienen:
Jörg Paul Müller
Perspektiven der Demokratie
Vom Nationalmythos Wilhelm Tell zur Weltsicht Immanuel Kants
Kann der Nationalmythos Wilhelm Tell heute noch Grundlage einer Demokratie sein? Für eine Antwort wird der Fokus nicht auf die Heldengestalt, sondern auf den Verhandlungsmodus der Eidgenossen gerichtet. Dem Schauspiel liegt eine politische Ethik zu Grunde. Welche? Schiller hat Kants Werk und besonders die "Kritik der Urteilskraft" intensiv gelesen vor der Arbeit am Schauspiel. Hat Kant dieses mitgeprägt? Das Verfassungskonzept der Menschenwürde geht zweifellos wesentlich auf Kant zurück. Es findet in der Sache auch im Wilhelm Tell Ausdruck. Ist Menschenwürde heute ein feststehender Begriff oder eine auch uns gestellte Aufgabe? Vertieft wird die Frage für unser Verhältnis zu anderen Religionen und Kulturen. Wie weit geht Toleranz als Anerkennung des Anderen und des Fremden? Wo ist Schutz des Eigenen geboten? Es geht auch um die Öffnung unserer Weltsicht, vom Nationalen zum Globalen oder in den Worten Kants: vom Staatsbürger zum Weltbürger.
200 Seiten, broschiert, CHF 27.00, ISBN/ISSN 978-3-7272-1753-1, 2012
Peter V. Kunz
Rundflug über's schweizerische Gesellschaftsrecht
Das Wirtschaftsrecht ist längst nicht mehr eine «Materie für Spezialisten», sondern beschäftigt nebst Medien und Politikern viele Nicht-Juristen. Das Gesellschaftsrecht stellt seinen wichtigsten Teilbereich dar - und wer mit offenen Augen durch das Leben und durch die Wirtschaftsrealität geht, kommt nicht um Grundkenntnisse davon herum. Diese Publikation wendet sich gleichermassen an ein «Laienpublikum» und an ein Fachpublikum (insbesondere an Studenten). Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung, sondern um den Versuch, auf knappem Raum das Gesellschaftsrecht der Schweiz in seiner Gesamtheit darzustellen. Querbezüge sowie Zusammenhänge aufzuzeigen, ist ein grosses Anliegen. Nebst den Gesellschaften des Obligationenrechts sowie des Kollektivanlagen-rechts werden beispielsweise das Börsengesellschaftsrecht, das Umstrukturierungsrecht und das Konzerngesellschaftsrecht angesprochen. Wer das vorliegende Büchlein gelesen hat, sollte behaupten können: «Nun verstehe ich endlich, welche Gesellschaften es in der Schweiz gibt - und wie sie funktionieren»!
230 Seiten, broschiert, CHF 30.00, ISBN/ISSN 978-3-7272-1752-4, 2012
Roland Bieber
Das Recht der europäischen Integration
Das Recht der europäischen Integration bildet einen außergewöhnlich interessanten und in der Praxis bedeutsamen Teil der sozialen Ordnung in Europa. Es ist Grundlage und Ergebnis des Handelns der Europäischen Union. Dieses Recht wirkt auch in der Schweiz Im Unterschied zu staatlichen Rechtsordnungen ist sein Wirkungsbereich von vornherein auf (friedliche) Grenzüberschreitung angelegt und es dient einem konkreten Ziel, der Integration europäischer Völker. Zu diesem Zweck wurde es als ein Recht «in Entwicklung» konzipiert, das sich in einer Wechselbeziehung mit dem Recht der Mitgliedstaaten fortwährend wandelt und ergänzt. Doch steht diese besondere Rechtsordnung stets aufs Neue vor der Herausforderung, den Erwartungen der Bürger von 27 Staaten zu genügen. Denn die Bürger der EU sind von ihr unmittelbar betroffen.
Das Buch soll einen Überblick über die Eigenart und die wesentlichen Merkmale dieser Rechtsordnung liefern, der auch Nichtjuristen verständlich ist.
180 Seiten, broschiert, CHF 28.00, ISBN 978-3-7272-1751-7, 2011
Markus Müller
Psychologie im öffentlichen Verfahren
Ein Annäherung
Vieles ist Psychologie, auch im Recht. Denn rechtliche Beziehungen entfalten sich stets zwischen Menschen; ihr Gelingen hängt daher massgeblich von psychologischen Faktoren ab. Juristinnen und Juristen haben folglich allen Grund, sich für Psychologie zu interessieren. Das Schrifttum lässt sie dabei jedoch weitgehend im Stich. Das vorliegende Buch will nun am Beispiel des öffentlichen Verfahrensrechts die juristische Relevanz psychologischer Fragestellungen verdeutlichen und damit zum interdisziplinären Arbeiten anregen. Die Psychologie bietet nämlich interessante Lösungsansätze für viele drängende Fragen: Wie kann eine möglichst hohe Akzeptanz staatlicher Entscheide erreicht werden? Ist Unbefangenheit in der Rechtsfindung und Rechtsprechung überhaupt möglich? Welchen Kriterien muss eine höfliche Verfahrenskommunikation genügen? usw. - Den Leser und die Leserin erwarten spannende Einblicke in fremde, für die Jurisprudenz aber bedeutsame Forschungszweige wie die Akzeptanzforschung, die Hirnforschung oder die Höflichkeitsforschung.
188 Seiten, broschiert, CHF 30.00, ISBN 978-3-7272-1750-0, 2010
Erwin Murer
Schweizerisches Sozialversicherungsrecht
Eigenheit und Herkunft
«Das Sozialversicherungsrecht begleitet uns von der Wiege bis zur Bahre» Das Bild ist alt und etwas abgegriffen. Doch trifft es nachwievor den Nagel auf den Kopf. Das Sozialversicherungsrecht ist zudem - oder vielleicht gerade deswegen - äusserst umfangreich, komplex, «politisch», laufenden Revisionen unterworfen, auf weiten Strecken auch ziemlich unverständlich. Der Versuch macht also durchaus Sinn, es auf einige wesentliche Punkte «herunterzubrechen» und seine positiven und negativen Eigenheiten hervortreten zu lassen.
142 Seiten, broschiert, CHF 26.00, ISBN 978-3-7272-1749-4, 2010
Etienne Grisel
Un Conseil fédéral de sept membres qui sont égaux entre eux exerce en commun le gouvernement de la Suisse. Le système collégial est le trait le plus original de sa Constitution. Souvent mis en cause, il a résisté depuis 1848. Une réforme est-elle nécessaire, souhaitable, possible? La présente monographie traite d'une institution, qui n'a pas d'équivalent dans les autres pays, sous une forme simple, synthétique et concise. Elle évoque les événements récents qui ont frappé l'opinion et décrit le rôle caractéristique de l'exécutif, son élection, son organisation complexe et ses relations parfois difficiles avec le Parlement. Sans oublier les affaires controversées, elle met en lumière la cohérence du système et en dégage surtout les principes. Elle s'adresse aux juristes et aux politiciens, mais aussi à tout observateur de la vie publique.
140 pages, broché, CHF 26.00, ISBN 978-3-7272-1748-7, 2009
Paul Richli
Welche Aufgaben soll der Staat erfüllen?
Welche Aufgaben des Staats seien, ist ein «ewiges» Thema, stets aktuell und umstritten und stets Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Aus wissenschaftlicher Sicht stellt sich die Frage, ob die Bestimmung und Regelung von Staatsaufgaben allein Sache der Politik oder auch eine Herausforderung für wissenschaftliche Disziplinen sei. Seit längerem besetzt die Volkswirtschaftslehre das Terrain. Vor allem von der Staatsrechtslehre und der Rechtsetzungslehre sollte erwartet werden dürfen, dass sie neben der Volkswirtschaftslehre ihre Stimme erheben.
Die vorliegende Abhandlung greift die Staatsaufgaben unter Rekurs auf die politische Philosophie unter Einschluss der Verfassungsökonomie auf und zieht daraus Folgerungen auf der Ebene der Staatsrechtslehre und der Rechtsetzungslehre. Der Diskussionsansatz ist normativ und nicht empirisch. Er umfasst ausgewählte Autoren aus dem Bereich der politischen Philosophie und Verfassungsökonomie, nämlich John Rawls, James M. Buchanan, Alasdair MacIntyre und Michael Walzer. Deren Schriften dienen als Erkenntnisquelle für die Formulierung von Daumenregeln für die Bestimmung und Regelung von Staatsaufgaben.
100 Seiten, broschiert, CHF 22.00, ISBN 978-3-7272-1740-0, 2009
Hansjörg Seiler
Praktische Rechtsanwendung
Was leistet die juristische Methodenlehre?
Wie wird das Recht angewendet und ausgelegt? Kann die juristische Methodenlehre auf die praktischen Rechtsanwendungsfragen brauchbare Antworten geben? Das vorliegende Buch will diese Fragen beantworten. Es geht nicht von theoretischen Überlegungen aus, sondern von praktischen Fragestellungen. Anhand von acht konkreten Bundesgerichtsentscheiden wird untersucht:
Sind die Lösungen des Bundesgerichts mit dem traditionellen «Methodenpluralismus» überzeugend begründbar?
Könnten alternative methodische Ansätze zu überzeugenderen Lösungen führen?
Wo liegen die praktisch wichtigen Herausforderungen an die juristische Methodenlehre?
156 Seiten, broschiert, CHF 24.00, ISBN 978-3-7272-1746-3, 2009
Pierre Tschannen
Systeme des Allgemeinen Verwaltungsrechts
Wer Systeme sagt, denkt zuerst an Dinge wie Technik, Biologie oder Wirtschaft. Juristerei dagegen gilt gemeinhin als systemfeindlich. Erst recht trifft diese Sicht auf das Allgemeine Verwaltungsrecht zu. Eingezwängt zwischen Sachgesetzgebung und Verfassung vermag es seinen Ordnungsanspruch nur mit Mühe zu behaupten. Diese Schrift will zeigen, dass das Allgemeine Verwaltungsrecht mit seinen Figuren, Regeln und Grundsätzen eine überlegte Konstruktion bildet, die nur eines im Sinne hat: das Besondere Verwaltungsrecht halbwegs zu zähmen.
212 Seiten, broschiert, CHF 24.00, ISBN 978-3-7272-1745-6, 2008
Arthur Haefliger
Die Europäische Menschenrechtskonvention und die Schweiz
Die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) wurde 1950 als Reaktion auf die Untaten geschaffen, die während des Zweiten Weltkriegs und schon vorher in Diktaturstaaten begangen worden waren. Sie gilt in der Schweiz seit 1974 und hat seither einen festen Platz in unserer Rechtsordnung gewonnen. In der vorliegenden Schrift wird gezeigt, dass sie nicht bloss ein internationaler Vertragstext ist, an den sich die beteiligten Staaten halten können oder nicht. Wer in einem von der Konvention verbürgten Recht verletzt ist, kann sich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg beschweren, wenn er bei den nationalen Behörden nicht zum Ziel kam. Die Urteile des Gerichtshofs sind für die der Konvention angeschlossenen Staaten verbindlich. Die Menschen- und Freiheitsrechte, die zu einem guten Teil auch in der Bundesverfassung gewährleistet sind, haben durch die EMRK einen verstärkten, wirksamen Schutz erhalten.
76 Seiten, broschiert, CHF 19.00, ISBN 978-3-7272-1744-9, 2008
Etienne Grisel
Droits fondamentaux
Les droits fondamentaux, en particulier les libertés ideales, que chacun croit connaître, évoluent constamment. La constitution fédérale révisée a augmenté la liste, la jurisprudence tranche des problèmes toujours nouveaux et concrets, de la construction des minarets à l'interdiction de fumer. Depuis 2007, la loi sur le Tribunal fédéral élargit les horizons et renforce la protection des personnes. L'ouvrage, qui traite ce sujet complexe sous une forme simple, synthétique et concise, est destiné aux étudiants, aux praticiens et à tout lecteur curieux de ses libertés.
218 pages, broché, CHF 29.00, ISBN 978-3-7272-1743-2, 2008
Günter Stratenwerth
Freiheit und Gleichheit - Ein Kapitel Rechtsphilosophie
Unser Rechtsdenken wird noch immer wesentlich durch die Aufklärung des ausgehenden 17. und des 18. Jahrhunderts bestimmt. Seine Leitgedanken von Freiheit und Gleichheit beanspruchen nach wie vor fundamentale Bedeutung. Auf ihre Entwicklung und ihre Grenzen zurückblicken, kann jedoch auch verständlich machen, weshalb grundlegende Rechtsfragen der Gegenwart von ihnen aus nicht mehr sinnvoll gestellt, geschweige denn beantwortet werden können. Zugleich lässt sich eine genauere Vorstellung davon gewinnen, in welcher Richtung neuere Ansätze der Gegenwart sie überschreiten.
120 Seiten, broschiert, CHF 30.00, ISBN 978-3-7272-1742-5, 2007
Markus Müller
Verwaltungsrecht – Eigenheit und Herkunft
Verwaltungsrecht ist Alltagsrecht. Es durchdringt unser gesamtes Leben. Verwaltungsrecht zu verstehen, bedingt ein solides Fundament. Detailwissen über einzelne Verwaltungszweige und die sie regelnden Normen ist das eine. Ebenso wichtig sind Kenntnisse von Eigenheit und Herkunft dieser Rechtsmaterie. Gerade diese Aspekte kommen in der Vermittlung des Stoffs aber häufig zu kurz. Ihnen widmet sich die vorliegende Schrift. Sie beschreibt Charakterzüge des schweizerischen Verwaltungsrechts und zeichnet die wichtigsten Etappen seiner Entstehungsgeschichte nach. Damit will sie zum besseren Verständnis dieses Rechts beitragen.
142 Seiten, broschiert, CHF 28.00, ISBN 3-7272-1740-5, 2005
Französische Ausgabe:
Markus Müller
Droit administratif - Origine et spécificité
Stämpfli Editions SA Berne, ISBN 978-3-7272-1741-3, 2006